Ostseestadion Blog

Wir nehmen alles zurück und behaupten das Gegenteil

Jacob Burckhardt – Zitate (3)

“ Herrschaft von erobernden Barbaren über Kulturvölker dauert bisweilen sehr lange, ja ewig, wie das Beispiel der Türken lehrt “ (S. 91)

“ Wieweit werden geringere Rassen durch ihre Schreckensreligionen in ihrer Unkultur festgehalten ? Oder behaupten sich diese Religionen eher, WEIL die Rasse nicht kulturfähig ist ? “ (S. 98 ) (Anm. d. Red. – Das Buch ist wohl vor der Entschlüsselung des menschl. Genoms geschrieben worden, sodaß heute erst klar ist, dass es keine verschiedenen Rassen Mensch gibt, sondern wir alle eine Rasse sind)

“ Und nun müssen wir nochmals auf den Islam zurückkommen mit seiner Ertötung des Vaterlandsgefühls und seiner auf die Religion gepropften elenden Staats und Rechtsform, über welche seine Völker niemals hinauskamen. […]

Höchst interessant aber ist wie dies so kam und kommen musste; und wie es vom Islam selber und von der Herrschaft über Giaurs ( Nichtmuslime) bedingt ist daher denn die große Ähnlichkeit der islamitischen Staaten von Tajobis an den Ganges , die nur hier mit mehr , dort mit weniger Stetigkeit und Talent regiert werden, nur beim seldschukischen Adel schimmert eine Art Teilung der Macht durch.

Es scheint, daß es bei den Moslemin von Anfang an mit dem Jenseitsglauben nicht weit her war. Kein Bann auf abendländischer Manier hat Kraft , keine sittlichen Beängstigungen kommen dem Despoten an den Leib, und sich bei der Orthodoxie oder der eben herrschenden Sekte zu halten , ist ihm leicht.

Freilich besteht dazwischen eine große Zärtlichkeit für gerechte Despoten; diese aber können doch nur in ihrer Nähe etwas wirken.

Und nun mag die Frage sein, inwieweit der Islam ( ähnlich dem Parsismus und Byzantinismus ) überhaupt ein Staatstum vertritt . (!)

Sein Stolz ist, daß er eben der Islam ist , und es ist dieser einfachsten aller Religionen selbst durch die eigenen Leute nicht beizukommen : Sakramente kann man dem Bösen nicht entziehen, sein Fatalismus hilft ihm über vieles hinweg; an Gewalt und Bestechung ist alles gewöhnt .

Wer die Moslemin nicht ausrotten kann oder will , lässt sie am besten in Ruhe. Ihre leeren ausgesogenen und baumlosen Länder kann man ihnen vielleicht nehmen, ihren wirklichen Gehorsam unter ein nicht koranisches Staatstum nicht erzwingen . ( !!! )

Ihre Sobrietät ( Nüchternheit, Mäßigkeit, Gelassenheit ) schafft ihnen einen hohen Grad an individueller Unabhängigkeit , ihr Sklavenwesen und ihre Herrschaft über Giaurs ( Nichtmuslime, Ungläubige ) hält die zum Pathos nötige Verachtung der Arbeit ( !!! Hartz4 = Tribut der Giaurs ) , soweit diese nicht Ackerbau ist, aufrecht.

Eine eigentümliche Stetigkeit zeigt das osmanische Staatstum, sie ist vielleicht damit zu erklären, daß die Kräfte zur Usurpation (widerrechtlich die Macht an sich reißen)  aufgebraucht sind .( Aber Hallo , noch lange nicht . ) Aber jeder Annäherung an die okzidentalische Kultur scheint für die Moslemin unbedingt verwerflich zu sein . ( S. 111 )

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28. November 2010 - Posted by | Zitate der Weltgeschichte | , ,

3 Kommentare »

  1. Scheiß Sankt Pauli hilft?

    Interessant so die alten Schriften. Nicht? Es muß damals eine Intelligenz geherrscht haben, daneben sehen unsere Regierungsrepräsentanten wie Amöben aus.

    Kommentar von Karl Eduard | 29. November 2010 | Antwort

  2. Es erweckt beinahe den Anschein, als daß damals die Mehrheit der Gelehrten noch nicht total bekloppt war.
    Im Gegensatz zu der Mehrzahl der heutigen Geleerten.

    Kommentar von ostseestadion | 29. November 2010 | Antwort

  3. Das verblüfft mich auch jedes Mal wieder. Sogar die Zeitungen lesen sich, als wären sie nicht im Irrenhaus gemacht.

    Kommentar von Karl Eduard | 30. November 2010 | Antwort


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