Ostseestadion Blog

Wir nehmen alles zurück und behaupten das Gegenteil

Pro Gloria et Patria .

Der letzte Winter hatte mehr als ein halbes Jahr in anhaltender Strenge über dem Lande gelegen : anhaltende Teuerung, Hungersnot an vielen Orten waren die Folge davon.

Die Stimme des Elends aber hatte das Ohr des jungen Königs schnell erreicht. Schon am zweiten Tag nach seinem Regierungsantritt ließ er die reichlich gefüllten  Kornkammern öffnen und das Getreide zu sehr wohlfeilen Preisen verkaufen. Wo die Vorräte nicht ausreichten, wurden bedeutende Summen ins Ausland geschickt, um Getreide zu gleichem Zwecke aufzukaufen.

Ebenso wurden die königlichen Forstämter angewiesen, das erlegte Wild für geringe Preise anzubieten. Mehrere Abgaben, die auf dem Erwerb der Nahrungsmittel lasteten, wurden für einige Zeit gänzlich aufgehoben.

Endlich wurden größere und kleinere Summen, die man durch verschiedene Ersparnisse ! im Staatshaushalt gewann, bar unter die Dürstigsten verteilt. So mochte der Jubelruf, der dem jungen König überall, wo er sich  nur öffentlich zeigte, entgegentönte, wohl aus dem Herzen kommen. Aber auch darauf, wie der Wohlstand des Volkes durch innerlich fortwirkende Mittel zu heben sei, war Friedrich schon in den ersten Tagen seiner Regierung eifrig bedacht ; über die Verbesserung und Vermehrung der Manufakturen erschienen wohltätige Verordnungen; erfahrenen Arbeitern, die sich aus der Fremde in die preußischen Staaten übersiedeln wollten, wurden wesentliche Vorteile zugesichert.

Aus: Geschichte Friedrichs des Großen – Franz Kugler – mit den berühmten Holzschnitten von A. Menzel .

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26. Februar 2011 Posted by | Uncategorized | 4 Kommentare