Ostseestadion Blog

Wir nehmen alles zurück und behaupten das Gegenteil

Die erste Generation durfte nicht denken ….

und die nächsten konnten es bereits nicht mehr.

Kornemann hat in seiner „Römischen Geschichte“ Justinian mit Augustus verglichen, was solange überzeugt, als man bei dem großen Vordergrund des neuentstehenden Universalreiches und Universalrechtes verweilt. Mäcenas hatte dem Kaiser den Rat gegeben: „Die Gottheit verehre du selbst immer und überall nach Weise der Väter_Innen, doch hasse und bestrafe alle welche fremde Gottesdienste einführen wollen, weil aus fremdem Götterkulte eine fremde Lebensweise und daraus Verschwörungen und Aufstände entstehen.

Im übrigen bin ich der Meinung , daß der große Pädophile ein Kinderschänder war.

29. Oktober 2011 Posted by | Bücher | | 1 Kommentar

Gustave Le Bon – Psychologie der Massen

Gustave Le Bon – über die Seele der Massen.

Heute: Über die Entstehung und Niedergang von Kulturen

Wenn wir in großen Zügen die Entstehung der Größe und es Niedergangs der Kulturen der Vergangenheit betrachten , so sehen wir folgendes:

Beim Erwachen der Kulturen einen zusammengewehten Haufen von Menschen verschiedenster Abstammung , zufällig vereint durch Wanderungen , Überfälle und Eroberungen.

Von verschiedenem Blut , verschiedener Sprache und ebenso verschiedenen Anschauungen , hält diese Menschen kein anderes Band zusammen als das halb anerkannte Gesetz des Häuptlings . In ihrem verworrenen Haufen finden sich die psychologischen Merkmale der Massen in höchstem Maße.

Sie zeigen den Zusammenhang für den Augenblick , den Heldenmut, die Schwächen , die Triebhandlungen und die Gewalttätigkeiten. Nichts ist bei ihnen von Dauer. Sie sind Barbaren.

Dann vollendet die Zeit ihr Werk. Gleichheit der Umgebung, wiederholte Kreuzungen , das Bedürfnis eines Gemeinschaftslebens fangen langsam an zu wirken. Die verschiedenen Bestandteile des Haufens beginnen zu verschmelzen und eine Rasse zu bilden, dh. ein Aggregat mit gemeinsamen Eigenschaften und Gefühlen, die sich durch Vererbung immer mehr festigen. Die Masse ist ein Volk geworden und kann sich aus der Barbarei erheben.

Es wird sie aber erst dann hinter sich haben , wenn es sich nach langen Anstrengungen , unaufhörlich wiederholten Kämpfen und unzähligen Ansätzen ein Ideal errungen hat. Die Beschaffenheit des Ideals ist nicht wichtig . Ob es die Kultur Roms , die Macht Athens oder der Triumph Allahs ist,  es wird imstande sein , allen einzelnen der Rasse , die sich bilden will , vollkommene Einheit des Fühlens und Denkens zu verleihen.

Nun kann eine neue Kultur mit ihren Einrichtungen , Glaubensformen und Künsten entstehen. Von ihrem Wunschtraum fortgerissen , wird die Rasse nach und nach alles gewinnen was Glanz , Kraft , Größe verleiht.Zuweilen wird sie zweifellos Masse sein , aber hinter den beweglichen und wechselnden Eigenschaften der Masse wird das feste Gefüge , die Rassenseele ,stehen, welche die Schwingungsweite eines Volkes genau bestimmt und den Zufall regelt.

Nach Vollendung der schöpferischen Wirkung aber beginnt die Zeit jenes Zerstörungswerk, dem weder Götter noch Menschen entgehen. Ist die Kultur auf einer gewissen Höhe der Macht und Mannigfaltigkeit angelangt , so hört sie auf zu wachsen, und sobald sie zu wachsen aufhört, ist sie zu raschem Niedergang bestimmt. Bald schlägt die Stunde des Alters.

Diese unentrinnbare Stunde ist durch das Verblassen des Ideals gekennzeichnet, das die Rassenseele erhob. In dem Maße , als dieses Ideal abstirbt, beginnen alle von ihm geschaffenen religiösen, politischen und gesellschaftlichen Gebilde zu wanken.

Mit dem fortschreitenden Schwinden ihres Ideals verliert die Rasse mehr und mehr alles , was ihren Zusammenhalt, ihre Einheit und Stärke bildete .

Der einzelne kann an Persönlichkeit und Verstand wachsen , gleichzeitig tritt aber an die Stelle des Gemeinschaftsegoismus der Rasse die übermässige Entfaltung des Einzelegoismus  , die von einer Schwächung des Charakters und der Verringerung der Tatkraft begleitet wird.

Was ein Volk , eine Einheit , einen Block bildete , wird zuletzt ein Haufen zusammenhangloser einzelner, die nur noch künstlich durch Überlieferungen und Einrichtungen zusammengehalten werden.

Dann geschieht es , dass die Menschen , die durch ihre Neigungen und Ansprüche voneinander getrennt sind, sich nicht mehr regieren können und danach verlangen , in den unbedeutendsten Handlungen geführt zu werden,  und daß der Staat seinen verzehrenden Einfluß ausübt.

Mit dem endgültigen Verlust des früheren Ideals verliert die Rasse zuletzt ihre Seele , sie ist dann nur noch eine Menge alleinstehender einzelner und wird wieder zur , was sie am Ausgangspunkt war , eine Masse. Sie zeigt all ihre flüchtigen , unbeständigen und zukunftslosen Eigenschaften .

Die Kultur ist ohne Festigkeit und allen Zufällen preisgegeben.

Der Pöbel herrscht und die Barbaren dringen vor .

Noch kann die Kultur glänzend scheinen , weil sie das äussere Ansehen bewahrt , das von einer langen Vergangenheit geschaffen wurde , tatsächlich aber ist sie ein morscher Bau , der keine Stütze mehr hat und beim ersten Strum zusammenbrechen wird .

26. Januar 2010 Posted by | Bücher | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 1 Kommentar