Ostseestadion Blog

Wir nehmen alles zurück und behaupten das Gegenteil

Die Türkei kippt … zurück ins Mittelalter

Götterdämmerung für das türkische Militär

Die türkische Regierung hält das Militär im Würgegriff: Säkuläre Generäle werden nicht befördert.

Die viertägige Sitzung des Obersten Militärrats seit Sonntag sollte die Führungsstruktur der türkischen Armee für die nächsten Jahre gestalten. Aber sie endete mit einer Enthauptung des Militärs. Hintergrund ist der seit Jahren andauernde Machtkampf zwischen der islamisch geprägten Regierung und der säkularen Armee. Wie es weitergehen soll, das weiß niemand.

Natürlich. Es steht doch im Artikel. Erdogan macht Nägel mit Köpfen. Die sekulären Generäle werden nach und nach gegen eigene (islamistische) Leute ausgetauscht.

>>Auch elf weiteren Generälen und Admiralen wurde zeitgleich die Beförderung verweigert, weil ihnen in einem umstrittenen Mammutprozess vorgeworfen wird, einer konservativen „Terrororganisation“ namens „Ergenekon“ anzugehören und die Regierung stürzen zu wollen. Des Weiteren gab es erstmals keine Entlassungen wegen „islamischer Umtriebe“. Mit solchen Entlassungen schützte sich die Armee bislang vor einer Unterwanderung durch den politischen Islam. Erdogan hat schon länger gegen die Praxis protestiert und offenbar diesmal erreicht, dass niemand wegen seiner religiös-politischen Ansichten entlassen wurde.<<

Das i Tüpfelchen.

Und schließlich soll die ganze Art und Weise der militärischen Beförderungspolitik durch ein Verfassungsreferendum im September geändert werden. Der Oberste Militärrat wäre nicht mehr die letzte Instanz, sondern gegen seine Entscheidungen könnte dann Berufung eingelegt werden.

Übernimmt der politische Islam auch noch das Militär, die letzte Bastion gegen die Reislamisierung der Türkei, ist die nächsten tausend Jahre Ruhe . Siehe Iran.

Sie können sich jetzt nicht mehr anders wehren als durch einen Putsch. Sollten sie noch stark genug , und nicht schon die meisten verhaftet worden sein.

Ist es das, was der Genosse E. provozieren will ?

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5. August 2010 Posted by | Bilder des Grauens | , , , , | 3 Kommentare

Live von den Paralympics

Heute verharmlosen wir „Milli Görüs“- „Nationalerrr Standpunkt“ :

Als Vertreterin eines politischen Islam wird Milli Görüs in Deutschland von mehreren Verfassungsschutzämtern beobachtet. Bayerns Innenminister Joachim Hermann rechtfertigte die Kontrolle auch gewaltbereiter islamistischer Organisationen noch letztes Jahr damit, dass „hier der Verdacht besteht, dass sie verfassungsfeindliche Absichten tarnen und den Terrorismus finanziell unterstützen“.

Die Geschichte von „Milli Görüs“, wörtlich „Nationaler Standpunkt“, ist eng mit Necmettin Erbakan verbunden, der Mitte der 70er Jahre Namen und Programm der Bewegung formulierte, die mit den türkischen Arbeitsmigranten Gastarbeitern ! auch nach Deutschland kam. Erbakan hatte 1969 die erste Partei des politischen Islam in der Geschichte der türkischen Republik gegründet. 1996 wurde er Ministerpräsident der Türkei, musste aber auf Druck des Militärs zurücktreten. Erbakan und seine Anhänger vertraten ein Programm der umfassenden Umgestaltung des Staates im islamischen Sinne und waren antiwestlich und „antizionistisch“ eingestellt. (antisemitisch)

Doch die Agenda des politischen Islam hat sich in mehr als dreißig Jahren deutlich geändert, nicht nur in der Türkei, wo sich 2001 der Reformflügel der Erbakan- Partei um den heutigen Staatspräsidenten Abdullah Gül abspaltete und die AKP-Partei gründete. Die seit 2002 regierende AKP ist eine konservative Partei mit religiösen Wurzeln, die mit der CDU deutlich mehr Ähnlichkeit hat als mit Al Qaida. ( Die Erde ist eine Scheibe. Rechtspopulisten versuchen sie als rund auszugeben ! )

Und auch in Europa machen Forscher eine deutliche Entwicklung zum „Postislamismus“ aus. Der Kulturanthropologe Werner Schiffauer, der sich seit vielen Jahren mit dem konservativen Islam und Milli Görüs beschäftigt, stellt in der zweiten, in Europa ausgebildeten Generation der Kinder und Enkel eine eher stärkere Frömmigkeit fest. Einen islamischen Staat allerdings wollten sie nicht mehr, ( Ich mal mir meine heile multiballaballa Welt wie sie mir gefällt ! ).

Sie sähen den Geist des Islam vielmehr durch die Verquickung mit der Politik verschüttet. Auch der antiwestliche Reflex habe ausgedient, schreibt Schiffauer in seinem soeben erschienenen Buch „Nach dem Islamismus“: Die Führung von Milli Görüs sei zunehmend in die Hände von Leuten übergegangen, die „habituell und emotional“ vom Westen ebenso geprägt seien wie vom Islam.

So. Jetzt nehmen alle Kinder die Kneifzange in die Hand und ziehen sich ihre Hosen mit der Kneifzange an.

20. März 2010 Posted by | Angeblich Gutmenschen | , , , , , , , , , , | 12 Kommentare